Nele geht nach Bethlehem

 

Zur Feier des Weihnachtsfestes hat unser Kurs gemeinsam mit Schwester Sibylle das Lesespiel "Nele geht nach Bethlehem" in ein Rollenspiel umgewandelt. Mit ein paar Bildern wollen wir Eindrücke aus diesem Spiel wiedergeben, mit dem auch wir uns auf den Weg nach Bethlehem gemacht haben.

 

"Mama, wo ist eigentlich Bethlehem?" fragte Nele ihre Mutter, die gerade sehr mit den letzten Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt war.

"Ach, quer über der Straße!" antwortete die Mutter schließlich.

Nele aber machte sich auf den Weg, quer über die Straße und begegnete Menschen, die in ihrer Art nicht unterschiedlicher hätten sein können.

 

Nele traf eine alte Frau, Schreijette, die Zeitungen verkaufte. Sie hatte schon eine ganz rote Nase und eine Schnapsflasche und schrie stets die neuesten Schlagzeilen.
"Weißt du, wo Bethlehem ist?" fragte Nele unerschrocken.
"Bethlehem ist nicht rot in der Zeitung! Sprengstoff in Bethlehem, soll ich das mal schreien?" gab Schreijette als Antwort.
Und doch hielt sie einen Moment inne, als das Kind unbeirrt seinen Weg nach Bethlehem weiterging.


"Der Affe Ferdinand fliegt zum Mond!"

 

"Bethlehem? Nein hier im Gefängnis gibt's kein Bethlehem!"

Nele gelangte zu einem Sträfling, der in seiner kleinen Zelle verzweifelte. Wieder ließ sich das kleine Mädchen nicht abweisen, auch nicht durch die ruppigen Worte des jungen Mannes.
Schließlich schaffte sie es, dass sogar der Sträfling nachdenklich begann.
"Wenn du es wirklich findest, kannst du ihm dann sagen ..."

Nele traf noch mehrere Menschen, die alle ihre eigenen Probleme hatten. Sie sprach sogar mit einem Mann, der in seinem Leben keinen Sinn mehr fand und ihm eigentlich ein Ende setzen wollte. Die wirkliche Botschaft des Weihnachtsfestes hat da oft nur wenig Platz. Doch der Sohn Gottes kam auf die Welt, um alle Menschen zu erlösen, gerade die Armen und Leidenden. Der feste Glauben, die Zuversicht und die Unvoreingenommenheit des kleinen Mädchens ließ die Menschen nicht kalt und sie bekamen eine leise Ahnung davon, was es wirklich heißt, Weihnachten zu feiern.

Nele kam schließlich nach Hause und wurde schon sehnlichst von ihrer Mutter erwartet- "Wo warst du denn Nele?"

"Quer über der Straße, ich habe Bethlehem gesucht!"

Und die Mutter erkannte, dass ihr Kind wirklich in Bethlehem war. Denn Weihnachten ist da, wo in den Herzen der Menschen ein Licht angezündet wird.

 

... wo Menschen am Rande unserer Gesellschaft stehen ...
... wo Menschen in ihrem Leben keinen Sinn mehr finden ...
... wo Menschen einander verzeihen können ...
... wo Menschen einsam  und krank sind ... 
... wo Menschen sich ihre Kindheit bewahrt haben ...

 

 

 

Und so haben wir uns zum Schlussbild versammelt:
Menschen, die sich auf den Weg nach Bethlehem gemacht haben.

 

"Menschen auf dem Weg durch die dunkle Nacht, habt Vertrauen fürchtet euch nicht ..."

 

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